Der traditionelle polynesische Ofen, Ahima'a genannt, ist eine alte Kochmethode, die auch heute noch in Französisch-Polynesien verwendet wird, insbesondere bei gemeinsamen Mahlzeiten, Festen und Familienfeiern.
Das Garen erfolgt in einer in den Boden gegrabenen Grube. Vulkansteine werden mehrere Stunden lang bei starker Hitze erhitzt, bis sie sehr heiß sind. Sobald das Feuer entfernt wurde, werden die Lebensmittel auf den Steinen angeordnet, dann mit Pflanzenblättern, meist Bananenblättern, bedeckt und schließlich vollständig mit Erde bedeckt.
Die Lebensmittel garen langsam durch die in den Steinen gespeicherte Wärme. Durch dieses langsame Garen bleibt die Feuchtigkeit erhalten und die Aromen können sich entfalten. Traditionell werden darin Schweinefleisch, Huhn, Fisch sowie Knollenfrüchte wie Taro, Uru oder Süßkartoffeln zubereitet.
Die Zubereitung eines Ahima'a erfordert Organisation und Know-how. Oft wird sie gemeinsam durchgeführt, wobei jeder an einem Schritt beteiligt ist: Vorbereitung des Feuers, Reinigung der Lebensmittel, Aufbau und Öffnen des Ofens. Das Öffnen des Ofens ist ein wichtiger Moment der Mahlzeit, der mit den Gästen geteilt wird.
Auf Moorea ist der traditionelle Ofen nach wie vor ein wichtiges Symbol der polynesischen Küche und Kultur. Er steht für eine einfache, gemeinschaftliche und produktbewusste Art des Kochens, die im lokalen Leben nach wie vor sehr präsent ist.
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